So arbeitet die Lesediagnostik (Modell, Datenschutz, Grenzen)
Teilkompetenzen (angelehnt an den Lehrplan Deutsch NRW 2021, Bereich Lesen, und gängige Diagnosekonzepte wie Lautleseprotokoll, Pseudowortlesen, Satz- und Textverstehen): Buchstaben & Laute, Synthese, Silbenlesen, Pseudowörter (Rekodieren), Wortlesen lautgetreu / orthografisch, Leseflüssigkeit, Satzverstehen, Textverstehen wörtlich / schlussfolgernd. Es werden keine Testaufgaben aus ELFE, SLRT o. Ä. verwendet.
Modell: Für jede Teilkompetenz schätzt die App eine Fähigkeit mit Unsicherheit (Rasch/Elo-Prinzip mit Bayes-Aktualisierung). Jede Übung hat eine Schwierigkeit. Nach jeder Übung wird die Schätzung angepasst; Vorlese-Aufnahmen werden per Spracherkennung mit dem Zieltext verglichen (Auslassungen, Ersetzungen, b/d, ei/ie, Konsonantenhäufungen, lange Wörter, Zögern, Wörter pro Minute). Die nächste Übung wird so gewählt, dass sie passt (ca. 70–85 % Erfolgschance), Unklares klärt, Schwächen gezielt anspricht, Gelerntes wiederholt und abwechslungsreich bleibt. Im Verlauf steht bei jeder Übung die Begründung.
Datenschutz: Auf dem Server liegen nur Kinder-Codes und Übungsergebnisse, keine Namen (Namen nur auf diesem Gerät). Vorlese-Aufnahmen werden nur zur Erkennung verarbeitet und sofort verworfen – außer Sie schalten „Aufnahmen behalten“ ein (dann die letzten 6 je Kind). Die Spracherkennung läuft auf dem eigenen Server (kein externer Dienst).
Grenzen: Spracherkennung bei Kinderstimmen ist nicht fehlerfrei (Hintergrundgeräusche, Dialekt, „Autokorrektur“ von Pseudowörtern). Die Werte sind lernbegleitende Einschätzungen, keine Normwerte; bei Verdacht auf LRS ein standardisiertes Verfahren nutzen. Bei Kindern, die nicht ins Mikrofon lesen möchten, kann eine Lehrkraft zuhören und Wörter antippen.